Türen


 

Eingangstüren zu Haus und Wohnung einbruchhemmend gestalten

 

Bei vielen Eingangstüren ist der Einsatz von Einbruchswerkzeug nicht nötig, da sie sich schon allein durch Gewaltanwendung öffnen lassen. Um dem entgegenzuwirken empfiehlt es sich die Türen entsprechend nachzurüsten.

Zu beachten ist, dass die Nachrüstungen für Türrahmen, Türbänder, Türschlösser, Beschläge sowie Schließbleche und auch Zusatzsicherungen in ihrer Funktion aufeinander abgestimmt werden und fachgerecht eingebaut werden.

 

Türrahmen 

Die Türrahmen, auch Zarge genannt müssen kraftschlüssig mit dem Mauerwerk verbunden sein. Instabile Türrahmen reduzieren die Sicherheit der Eingangstür im Bezug auf Einbruch durch Krafteinwirkung auf die Tür.

 

Schließblech, Türbänder

Schließbleche sollte eine Materialstärke von mindestens 3 mm aufweisen und nach Möglichkeit verlängert sein. Diese einbruchhemmenden, mehrfach im Mauerwerk verankerten Schließbleche stellen in Kombination mit einem qualitativen Schloss eine gute Grundsicherung dar.

Neben der Schlossseite bietet auch die Bänderseite einen Zugriffspunkt für viele Einbrecher. Mit einer speziellen Bändersicherungen kann ein Aufhebeln der Tür vermieden werden.

 

Einsteckschloss

Es gibt drei Arten von Einstreckschlössern: Einstreckschlösser für gefälzte Türen, Einstreckschlösser für Rohrrahmentüren und Einstreckschlösser für Mehrfachverriegelung.

 

Einstreckschlösser für gefälzte Türen werden für Wohnungsabschlusstüren verwendet. Sie sind in den Maßen genormt und können deshalb schnell und leicht ausgewechselt werden, wenn dies nach einem Falle-/Riegelbruch notwendig wird. Die Riegel müssen für hohe Belastungen ausgelegt sein. Des Weiteren sollte ein verstärkter und verlängerter Stulp eingebaut werden. Die Schlösser sollten als einbruchhemmende Schlösser der Klasse 4 oder 5 nach DIN 18251 entsprechen.


Einstreckschlösser für Rohrrahmentüren werden für Türen aus Kunststoff- und Metallprofilen verwendet. Bedingt durch ihre geringen Maße sind sie auch für schmale Türprofile zu verwenden. Die Ausführung der Schlösser variiert sehr stark, weshalb ein Austausch nur nach vorheriger Begutachtung zu empfehlen ist. Auch diese Schlösser sollten der Klasse 4 oder 5 nach DIN 18251 entsprechen 

 

Einstreckschlösser für Mehrfachverriegelung sind in verschiedenen Ausführungen möglich. Sie erhöhen den Widerstandswert der Tür auf der gesamten Schlossseite. Zu beachten ist ein fachgerechte Beratung, bei der die für die Tür passende Ausführungsvariante gefunden wird. Mehrfachverriegelungen sollten mindestens der Kasse 3 nach DIN 18251 entsprechen. Der Riegelausschub sollte mindestens 20 mm betragen und die Riegel müssen stark belastbar sein. Aus diesem Grund sind Bolzen- oder Schwenkriegelsysteme den Roll- oder Pilzzapfensystemen vorzuziehen.

 

Profilzylinder, Schutzbeschlag

Die gewählten Schlösser sollten mit Profilzylindern der Angriffswiderstandsklasse 1 oder 2 nach DIN 18252 ausgestattet sein.

Um den Profilzylinder und das Schloss zu schützen ist der Einbau eines Schutzbeschlages mit oder ohne Zylinderabdeckung nötig. Sollte der Schutzbeschlag ohne Zylinderabdeckung eingebaut werden, muss der Profilzylinder an der Außenseite bündig mit dem Schutzbeschlag abschließen.

 

Zusatzschloss und Sperrbügel

Zusatzschlösser erhöhen den Sicherheitswert von Türen. Die Sperrbügel verhindern dass die Tür nach dem spalt weiten Öffnen von außen aufgestoßen werden kann. Dies ist bei fehlender Gegensprechanlage ein zu empfehlender Schutz gegen Fremde.

 

Querriegelschloss

Querriegelschlösser sind beim richtigen Einbau ein sehr effizienter Einbruchsschutz. Zu beachten ist, dass die Schlösser knapp unterhalb des Hauptschlosses eingebaut werden und dass der Schließkasten fest im Mauerwerk verankert wird. Der Zylinder des Querriegelschlosses sollte zusätzlich mechanisch geschützt werden.

 

Keller- und Nebeneingangstüren

Für Keller-und Nebeneingangstüren empfiehlt sich der Einsatz von Querriegelschlössern oder Vorlegestangen. Die Türen sind in der Standardausführung meist nicht einbruchhemmend und sollten deshalb durch den mechanischen Schutz verstärkt werden.

 

Verbindungstür zwischen Garage und Wohnhaus

Handelt es sich hierbei um eine Brandschutztür, dürfen keine Veränderungen an dieser vorgenommen werden. Hier muss die Sicherung der Garage angepasst werden. Ansonsten kann sie wie eine Außentür betrachtet werden.